Networking für den Automatisierungsfortschritt
Im zentralen Produktions-, Logistik- und Vertriebszentrum der internationalen Intersocks-Gruppe ist mit dem ersten AutoStore-Projekt in Slowenien der Einstieg in die Automatisierung der Intralogistik gelungen. Vierfach höhere Produktivität bei der Warenausgabe im Vergleich mit klassischen Kommissionierprozessen, mindestens 10 Prozent geringere Logistikkosten pro Maßeinheit sowie ein Höchstmaß an Flexibilität kennzeichnen erste Projekterfolge.

Kapazitäten erhöhen, Effizienz steigern, Auftragsdurchlauf beschleunigen – mit diesen Zielsetzungen hat die Intersocks Group, weltweit führender Hersteller von technischen Sportsocken, die Herstellung und Lagerung ihrer Fashion-Artikel jüngst in einem zentralen Produktions- und Vertriebszentrum mit neuem Logistikzentrum am slowenischen Produktionsstandort in Kočevje konzentriert. Von dort aus fungiert das Unternehmen auch als regionaler Distributor international etablierter Marken wie etwa die Marke Crocs für die Märkte Mittel- und Osteuropas. „Mit einer starken Exportorientierung und der Verknüpfung von Produktion, Lagerung und Vertrieb stellt der Standort in Kočevje eines der wichtigsten operativen Zentren und den zentralen Logistik-Hub der Intersocks Gruppe dar“, erklärt Rok Gajšek, Leiter für Prozessgestaltung und Planung in der Logistik am Standort Kočevje. Aus dem zentralen Logistikzentrum versendet Intersocks an Kunden und Partner pro Jahr allein 35 Millionen Paar Socken und deutlich mehr als 1,5 Millionen Paar Schuhe. Empfänger sind unter anderem mehr als 1.000 Filialen in Mittel- und Osteuropa sowie Kunden in 63 Ländern der Welt.
Mit Blick auf maximale Reaktionsfähigkeit und weiteres Unternehmenswachstum legten die Entscheider für die Intralogistik im neuen Logistikzentrum ein Automatisierungsprogramm auf. Der Vergleich unterschiedlicher Technologien fiel dabei zugunsten eines AutoStore-System aus – dem ersten in Slowenien. „Die Technologie ragte vor allem durch extrem hohe Lagerdichte hinsichtlich Menge und Anzahl verschiedener Artikel auf begrenztem Raum heraus“, begründet Gajšek die Entscheidung. „Ein weiteres wichtiges Entscheidungskriterium war die Kombination aus Flexibilität und Skalierbarkeit, die uns langfristige Investitionssicherheit bieten. Das AutoStore-Projekt ist unser erstes Automatisierungsprojekt für logistische Prozesse und die Anlage inzwischen unsere zentrale logistische Säule, um die herum wir weiter ausbauen.“

Netzwerkkapazitäten von Element Logic nutzen
Den Auftrag zur Planung und Realisierung einer bedarfsgerecht zugeschnittenen AutoStore-Anlage vergab Intersocks an Systemintegrator Element Logic Südosteuropa (SEE) mit Sitz in Graz. „Element Logic war uns durch Referenzanlagen bekannt“, sagt Gajšek. „Es hat sich gezeigt, dass wir den richtigen Partner ausgewählt haben. Das Projekt wurde in sehr kurzer Zeit und innerhalb der vereinbarten Fristen umgesetzt.“ Zudem hebt der Logistikplaner die beratende Rolle von Element Logic hervor. Seit der Inbetriebnahme der AutoStore-Anlage sei Element Logic wichtiger Berater für die kontinuierlichen Veränderungen in den Logistikprozessen von Intersocks. „Ein kompetenter Ansprechpartner, der Erfahrungen aus anderen Projekten mit uns teilt, und uns als Vermittler überdies den Zugang zu anderen Unternehmen mit AutoStore-Technologie erschließt“, so Gajšek. „Diese Netzwerkkapazitäten von Element Logic möchten wir nutzen, um aus den Erfahrungen anderer Anwender zu lernen, um Wissen und Erfahrungen über verschiedene Strategien zur optimalen Nutzung des AutoStore-Systems auszutauschen.“


Für das Intersocks-Logistikzentrum erstellte Element Logic auf einer Fläche von lediglich 950 m² eine Anlage für 35.000 Behälter. 10 hochmoderne AutoStore R5+-Roboter arbeiten oberhalb des AutoStore-Rasters und bedienen zwei Carousel- sowie einen Conveyor-Port als integrierte Kommissionierarbeitsplätze. Rund 17.500 verschiedenen Artikeln sind in der Anlage gelagert. „Jeder im AutoStore-System gelagerte Artikel steht innerhalb von höchstens wenigen Minuten zur Entnahme bereit“, erklärt Gajšek.
„Bei einer identischen Auftragsstruktur ist die Kommissionierung mit dem AutoStore-System damit bei praktisch 100-prozentiger Zuverlässigkeit um den Faktor 4 schneller als bei der klassischen Kommissionierung an den Kommissionierplätzen im Lager.
Rok Gajšek, Leiter für Prozessgestaltung und Planung in der Logistik am Standort Kočevje.
Betrachtet man den gesamten Prozess – vom Wareneingang über die Sortierung, Lagerung und Bestandsauffüllung im AutoStore-System bis hin zur endgültigen Kommissionierung –, so beträgt die Produktivitätssteigerung derzeit das 2,5-Fache. Bei der Abwicklung der Online-Verkäufe haben wir deutlich an Reaktionsfähigkeit und Geschwindigkeit gewonnen.“
Schneller Artikelzugriff, verkürzte Reaktionszeiten
Sowohl die hohe Reaktionsfähigkeit und Geschwindigkeit bei der Kommissionierung von Waren für Online-Bestellungen als auch die reibungslose, zuverlässige Abwicklung sehr großer Bestellungen, setzen neue Maßstäbe in der Fashion-Branche und im Online-Handel. Der schnelle Zugriff auf eine sehr große Anzahl von Artikeln sowie die Verkürzung der Reaktionszeiten ermöglichen unter anderem, dass Online-Bestellungen noch am selben Tag versendet werden, an dem sie eingegangen sind. Darüber hinaus bietet das AutoStore-System Intersocks ein einheitliches Order-Fulfillment-System für alle Vertriebskanäle und für die verschiedenen geografischen Märkte, in denen das Unternehmen vertreten ist. Die Möglichkeit, verschiedene Produktarten und -gruppen mit unterschiedlichen Eigenschaften zu verarbeiten, unterstützt die Intersocks-Strategie für das Omni-Channel-Fulfillment-Zentrum in Kočevje. „Das System ermöglicht die Priorisierung verschiedener Arten von Kommissionieraufträgen und sonstigen Aufgaben, wodurch die tägliche und wöchentliche Planung der Arbeitsabläufe und der Nachkommissionierungsprozesse erheblich vereinfacht wird“, veranschaulicht Gajšek. Gleichwohl sieht der Logistikplaner weiteres Optimierungspotenzial: „Noch schöpfen wir nicht alle Möglichkeiten aus, die das AutoStore-System in Bezug auf statische und dynamische Kapazitäten bietet. Es liegt weitere Arbeit bei den Eingabedaten und Systemen vor uns. Das ist jedoch ein völlig normaler Lernprozess.“ Für weitere Strategien zur optimalen Nutzung des AutoStore-Systems, etwa zur Gewährleistung der Systemauslastung, den Bedarf an Nachschub im System oder regelmäßige „Housekeeping“-Verfahren zur Konsolidierung der Bestände gleicher Artikel auf mehreren Lagerplätzen, nutzt Gajšek die Erfahrung von Element Logic und den Austausch mit anderen Kunden des Systemintegrators.
Mit dem AutoStore-System sowie der Konsolidierung und Zentralisierung der Logistikprozesse und Lagerbestände in Kočevje hat Intersocks sich nach eigenen Angaben einen markanten Wettbewerbsvorteil erarbeitet.
„Das AutoStore-System ist eine gute Lösung für die Automatisierung von Logistikprozessen und eignet sich für ein sehr breites Spektrum unterschiedlicher Aktivitäten und Geschäftsmodelle“
Rok Gajšek, Leiter für Prozessgestaltung und Planung in der Logistik am Standort Kočevje.
„In der endgültigen Konfiguration wird das AutoStore-System Teil eines Gesamtkonzepts sein, mit dem wir die Logistikkosten pro Maßeinheit der ausgegebenen Ware nach einer konservativen Schätzung um mindestens 10 Prozent senken können. Ich kann die AutoStore-Technologie und Element Logic unbedingt empfehlen. Und ganz ehrlich: Auch für uns wäre es von großem Interesse, wenn es mehr AutoStore-Systeme in unserer Region gäbe, damit auch hier eine Nutzergemeinschaft mit Möglichkeiten zur Zusammenarbeit, zum gemeinsamen Lernen und zum Erfahrungsaustausch entsteht.“, sagt Gajšek.





