Der Finance Case für Lagerautomatisierung

Ein Leitfaden für Entscheider

Ein Leitfaden für Entscheider

Warum Lagerautomatisierung keine technische, sondern eine finanzielle Entscheidung ist

Die Automatisierung eines Lagers gehört zu den größeren Investitionsentscheidungen, die ein Unternehmen treffen kann.

Sie beeinflusst Ihre Kostenstruktur, Ihre Bilanz, Ihren Cashflow und Ihre operative Leistungsfähigkeit für die nächsten 20 Jahre. Eine fundierte Entscheidung erfordert daher eine saubere finanzielle Bewertung – nicht nur eine operative. Und genau das ist oft komplexer, als es zunächst erscheint.

Die meisten Inhalte zur Lagerautomatisierung fokussieren sich auf technische Details wie Durchsatz, Pickraten und Genauigkeit. All das ist relevant, aber allein nicht ausreichend für eine fundierte Investitionsentscheidung.

Es gilt die gesamte Lebensdauer des Systems zu verstehen und mit einzukalkulieren. Sie müssen wissen, welche Variablen den ROI treiben und in welchem Ausmaß. Zusätzlich gilt es auch die unterschiedlichen Finanzierungoption zu kennen, um die beste Entscheidung für das Unternehmen zu treffen.

Sie müssen wissen, welche Faktoren die Rendite beeinflussen – und in welchem Umfang. Außerdem müssen Sie Ihre Finanzierungsmöglichkeiten kennen.

In diesem Whitepaper geht es genau um diese Fragestellung. Es betrachtet die „Total Cost of Ownership“, die finanziellen KPIs zur Bewertung der Investition, den Vergleich zwischen Kauf und Automation as a Service, sowie Methoden zur Validierung Ihrer Annahmen vor der Entscheidung.

Darüber hinaus beleuchtet es relevante Risiken, Kriterien für die Wahl eines langfristigen Partners sowie die Perspektive eines CFOs, der diesen Prozess bereits durchlaufen hat.

Interview mit einem CFO

Zahlen, Risiken, Vertrauen:
Warum sich Müller – Die lila Logistik für Automatisierung entschieden hat

Als der 4PL-Dienstleister Müller – Die lila Logistik in Deutschland sein Geschäft um Bücher und Medien erweiterte, wurde Lagerautomatisierung zu einer strategischen Fragestellung.

CFO Rupert Früh berichtet, wie das Unternehmen seine Optionen bewertet hat – und was ihm Vertrauen in den Business Case von Element Logic gegeben hat.

Was hat Automatisierung zum nächsten logischen Schritt gemacht?

Wir sind in das Segment Bücher und Medien eingestiegen und brauchten eine Lösung, die zu unserem Produktprofil, saisonalen Schwankungen und Serviceanforderungen passt. Über etwa zehn Monate haben wir acht Systeme evaluiert und schließlich zwei Optionen in die engere Auswahl genommen. Am Ende hat sich Element Logic durchgesetzt, weil die Lösung am besten zu unserer operativen Struktur passte.

Was war für Sie bei der Bewertung des Business Case entscheidend?

Aus finanzieller Sicht ging es darum, ob der erwartete operative Nutzen das eingesetzte Kapital rechtfertigt. Wir haben die Investitionshöhe, Abschreibungen, Kapitalkosten sowie die potenzielle Reduktion des Personalbedarfs genau analysiert.

Das allein war jedoch nicht ausreichend. Entscheidend war auch, dass die Lösung zu unserem Geschäftsmodell passt – insbesondere hinsichtlich Umschlagshäufigkeit, Saisonalität und Produktmix. Skalierbarkeit war ebenfalls zentral.  Einen Business Case aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten hat sich als äußerst hilfreich erwiesen.

Wie haben Sie genügend Sicherheit gewonnen, um die Investition freizugeben?

Wir haben die Entscheidung nicht auf eine einzelne Berechnung gestützt. Das Modell wurde intern entwickelt, gemeinsam mit Element Logic validiert und zusätzlich von einem externen Automatisierungsberater geprüft.

Mehrere Iterationen haben die Zahlen verfeinert, aber die Abweichungen blieben in einem akzeptablen Rahmen. Das hat Vertrauen geschaffen, dass der Business Case robust genug ist.

Was waren aus Ihrer Sicht die größten Risiken?

Das größte Risiko lag nicht im Konzept, sondern in der Umsetzung im laufenden Betrieb. Wir haben die Automatisierung in ein bestehendes Lager integriert, während der Betrieb weiterlief. Das erhöht die Komplexität erheblich – bauliche Anpassungen, temporäre Workarounds und gleichzeitig stabile Servicelevels.

Ein weiterer Punkt war die Preisentwicklung der Lagerbehälter in der zweiten Phase, da diese an Kunststoffindizes gekoppelt ist. Im Gesamtkontext war das Risiko vertretbar, aber dennoch relevant.

Rupert Früh, CFO bei Müller

Was haben Sie in der Implementierungsphase gelernt?

Dass diese Phase mehr Aufmerksamkeit verdient. Produktivität stellt sich nicht sofort ein.Gerade im laufenden Betrieb ist die Übergangsphase eine eigenständige operative und finanzielle Herausforderung und sollte genauso strukturiert bewertet werden wie der finale ROI.

Welchen Rat würden Sie anderen CFOs geben?

Automatisierung kann eine sehr solide Investition sein. Mein Rat: Schauen Sie genau auf Implementierung und Ramp-up, nicht nur auf den Zielzustand.

Mit Blick auf die Perspektive von Rupert Früh beleuchtet der weitere Verlauf dieses Whitepapers die zentralen finanziellen Fragestellungen, die CFOs bei der Bewertung von Lagerautomatisierung berücksichtigen sollten.

Was Sie tatsächlich kaufen

Wenn ein Angebot zur Lagerautomatisierung auf Ihrem Tisch landet, liest es sich meist wie eine Liste von Anlagen und Komponenten. Das greift zu kurz.

Was sich tatsächlich verändert, ist etwas anderes: Sie kaufen Kapazität. Kapazität, um höhere Volumina zu bewältigen, ohne proportional mehr Personal aufzubauen. Kapazität, um Aktionsspitzen und saisonale Peaks abzufedern – ohne temporäre Arbeitskräfte. Kapazität, schneller zu versenden, präziser zu kommissionieren und Kunden zu halten, die sonst zu Wettbewerbern wechseln würden, die diese Investition bereits getätigt haben.

Auch die Kostenstruktur verbessert sich: Fulfillment-Kosten sinken mit steigenden Volumina, anstatt mit ihnen zu wachsen. Aber der eigentliche Hebel liegt zunächst im Wachstum.

Eine Lösung von Element Logic besteht aus drei Ebenen. Wenn Sie diese getrennt betrachten, erkennen Sie am klarsten, wohin das Investment fließt – und welchen Beitrag jede Ebene leistet.

Ebene 1: Die physische Infrastruktur

Im Kern steht AutoStore – ein robotergestütztes Lager- und Bereitstellungssystem (ASRS), das Waren in einem hochverdichteten Grid lagert und sie an ergonomische Arbeitsplätze bringt. Element Logic plant das System sowie die Materialflüsse, die den Rest des Lagers verbinden:

  • Automatische Lager- und Bereitstellungssysteme (ASRS + Shuttle)
  • Robotergestütztes Piece-Picking (RPP)
  • Verpackung und Kartonaufrichtung
  • Fördertechnik
  • Sortierung
  • Autonome mobile Roboter (AMR + AGV)
  • Bedienerunterstützte Lösungen
  • Statische Lagerung
  • Taschensorter (Pouch Sorter)

Die konkrete Ausgestaltung variiert – das Prinzip bleibt gleich: Die Ware kommt zum Menschen, nicht umgekehrt.

Ebene 2: Die Software

Element Logic hat eine eigene Softwareplattform entwickelt, die sämtliche Komponenten in Echtzeit steuert. Die Warehouse Control Systeme (WCS) übernehmen Priorisierung von Aufträgen, Routing und dynamische Anpassungen bei veränderten Bedingungen. Die Warehouse Intelligence Tools schaffen Transparenz über Durchsatz, Engpässe, Produktivität der Belegschaft und Flächennutzung. Die Software arbeitet mit Ihrem bestehenden WMS und ERP zusammen – nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung.

Ebene 3: Die Servicedienstleistungen

Element Logic liefert Beratung und Planung, Implementierung, Lifecycle-Support sowie Automation as a Service (AaaS). Diese Ebene entscheidet darüber, wie schnell Sie Wert generieren – und wie sich das System langfristig entwickelt. Lifecycle-Support verlagert Wartung von reaktiv zu geplant. Das erhöht die Verfügbarkeit und macht Betriebskosten planbar.

Auch nach dem Go-live kann die Performance weiter verbessert werden: Durch die Analyse realer Betriebsdaten werden Ineffizienzen identifiziert und die Systemleistung kontinuierlich optimiert.

AaaS bündelt Hardware, Software und Services in einem Subskriptionsmodell mit vollständiger Kostentransparenz – und wird später im Whitepaper detailliert erläutert.

Was das finanziell bedeutet

Die meisten Business Cases für Automatisierung fokussieren sich darauf, nach wie vielen Jahren sich die Investition amortisiert. Das ist relevant – aber nur die halbe Wahrheit.

Die andere Seite ist das, was die Investition ermöglicht. Höherer Durchsatz mit gleicher oder geringerer Personalstärke ist ein Effizienzgewinn, der direkt auf das Ergebnis wirkt.

Wenn Ihr Unternehmen mit dem Fünffachen des Gewinns bewertet wird und das System jährlich 500.000 Dollar an Betriebskosten einspart, steigert das den Unternehmenswert um 2,5 Millionen Dollar. In vielen Fällen übersteigt das die Investitionskosten des Systems selbst.

Jeremy Clouston-Jones, Vice President Sales Group bei Element Logic

Hinzu kommen Effekte, die in klassischen Amortisationsrechnungen gar nicht sichtbar werden:

  • Wachstum ermöglichen: Schnellere Lieferung, bessere Servicelevels und höhere Kapazitäten helfen, neue Kunden zu gewinnen und bestehende zu halten
  • EBITDA verbessern: Höhere Pickgenauigkeit, geringere Fehlerkosten und weniger manuelle Arbeit steigern Effizienz und Marge
  • Kommerzielle Flexibilität: Volumenspitzen ohne Notfall-Rekrutierung abfangen zu können erleichtert Kampagnen, neue Kunden und saisonale Peaks, ohne den Betrieb zu destabilisieren

Das ist der zentrale Unterschied zwischen Total Cost of Ownership und dem tatsächlichen Gesamtnutzen der Investition. Die meisten Angebote zeigen Ihnen nur die erste Zahl. Für eine fundierte Entscheidung brauchen Sie beide.

COO vs. CFO

Zwei Perspektiven, eine Entscheidung

Lagerautomatisierung wird in der Regel von der operativen Seite getrieben und von Finance freigegeben. Das bedeutet: Die Angebote, die Sie erhalten, sind meist aus operativer Sicht formuliert. Zu verstehen, worauf diese Perspektive optimiert, hilft Ihnen zu erkennen, was fehlt – und wo Sie Ihre eigene Sicht ergänzen müssen.

Was für Operations im Vordergrund steht

  • Pickgeschwindigkeit, Durchsatz und Liefergenauigkeit
  • Stabilität in Peak-Phasen
  • Reduktion manueller Tätigkeiten, Fehler und Abhängigkeit von temporären Arbeitskräften
  • Technische Einbindung bestehender Prozesse und Systeme
  • Implementierungszeitplan

Was Sie ergänzen sollten

  • Cashflow, Return on Invested Capital und Amortisationsdauer
  • Finanzierungsstruktur: CapEx, Leasing oder Subskriptionsmodell
  • Auswirkungen auf Bilanz und GuV
  • Risiken hinsichtlich Kostenüberschreitungen, Integrationsverzögerungen, Verfügbarkeit und Abhängigkeit vom Anbieter
  • Kostenentwicklung über den gesamten Lebenszyklus (30+ Jahre), inklusive Investitionen im laufenden Betrieb  und Anpassungskosten

Warum frühe Einbindung entscheidend ist

Wenn Sie erst bei der finalen Freigabe einsteigen, wird das finanzielle Potenzial häufig unterschätzt. Sinkende Kosten pro Auftrag, geringerer Flächenbedarf und reduzierte Personalabhängigkeit verbessern die Marge dauerhaft. In privat geführten Unternehmen wirkt sich das direkt auf die Bewertung aus – ein Argument, das in rein operativ getriebenen Business Cases oft fehlt.

Ein Business Case, den Sie mitentwickeln, lässt sich gegenüber Geschäftsführung oder Board deutlich besser vertreten als einer, den Sie lediglich absegnen.

Warum Element Logic?

Element Logic gehört zu den weltweit größten Integratoren für Lagerautomatisierung – mit Aktivitäten in Europa, Nord- und Südamerika sowie im asiatisch-pazifischen Raum. Seit 2014 ist das Unternehmen jährlich um rund 30 Prozent gewachsen. Die Übernahme von SDI in den USA (2022) sowie von SSS in Australien (2025) haben sowohl die globale Präsenz als auch die Leistungsfähigkeit des Angebots weiter ausgebaut.

Element Logic entwickelt eigene Warehouse-Control-Software und realisiert ganzheitliche Lösungen rund um AutoStore, Fördertechnik, robotergestützte Kommissionierung, Verpackung, Sortierung, autonome mobile Roboter, bedienerunterstützte Systeme, statische Lagerung und Taschensorter. Das bedeutet: ein Partner für das gesamte Lager – mit der finanziellen Stabilität, Sie über die gesamte Lebensdauer der Investition hinweg zu begleiten.

Die Zahlen, auf die es ankommt

Die finanziellen Stellhebel,
die Ihre Rendite bestimmen 

Das finanzielle Ergebnis einer Investition in Lagerautomatisierung wird von wenigen zentralen Variablen bestimmt. Einige steigern Ihre Rendite direkt.

Andere sichern sie ab. Entscheidend ist, beide zu verstehen – und vor der Entscheidung die richtigen Fragen zu stellen.

Über unsere Projekte hinweg sehen Kunden beim Wechsel von manuellen Prozessen hin zu automatisierten Goods-to-Person-Systemen in der Regel deutliche Reduktionen bei Fulfillment-Kosten pro Auftrag sowie beim Personalbedarf im Lager. Der konkrete Effekt hängt von Faktoren wie Lohnkosten, Auftragsstruktur, Volatilität der Nachfrage und dem bestehenden Automatisierungsgrad ab. Konstant bleibt jedoch der grundlegende Mechanismus: Mehr Durchsatz mit gleicher oder geringerer Personalstärke – und eine Kostenstruktur, die sich mit wachsendem Volumen verbessert, anstatt linear mitzuwachsen.

Deshalb ist der verlässlichste Ansatz, die Auswirkungen auf Produktivität, Personalbedarf und Kosten pro Auftrag anhand Ihrer eigenen Daten und Ihres Betriebsmodells zu berechnen.

Die zentralen Variablen:

  • Personal
  • Modularität
  • Verfügbarkeit (Uptime)
  • Pickgenauigkeit
  • Durchsatz
  • Unternehmensbewertung

Personal ist der größte Hebel

Personal ist der wichtigste Einflussfaktor, da in manuellen Lagern ein erheblicher Teil der Arbeitszeit für Wege, Suche, Kommissionierung und innerbetrieblichen Transport aufgewendet wird. Ein Goods-to-Person-System eliminiert einen Großteil dieser Tätigkeiten. Ein Mitarbeitender kann deutlich mehr Auftragspositionen pro Stunde bearbeiten, da die Ware zum Arbeitsplatz gebracht wird – nicht umgekehrt.

Hier entstehen die Einsparungen: Gleiche oder höhere Volumina mit weniger Personal. Gleichzeitig übernehmen die verbleibenden Mitarbeiter höherwertige Tätigkeiten an festen Arbeitsplätzen, statt Wege zurückzulegen. Mit wachsendem Volumen vergrößert sich dieser Effekt weiter, da zusätzlicher Durchsatz nicht proportional mehr Personal erfordert.

✍️ Vor der Entscheidung: Lassen Sie sich vom Anbieter die zu erwarteten Stundenleistungen bei Ihrem Volumen zeigen und vergleichen Sie diese mit Ihrer aktuellen Leistung. Die Kennzahl – Gesamtanzahl Auftragspositionen geteilt durch alle Arbeitsstunden (inkl. Zeitarbeit und Überstunden) – ist der klarste Indikator dafür, ob die Produktivitätsversprechen realistisch sind.

Modularität verändert das Risikoprofil

Bei klassischen Automatisierungssystemen wie Shuttle-Lösungen wird die Zielkapazität im Voraus definiert und vollständig aufgebaut.

Das Problem:

  • Wächst das Volumen schneller als erwartet → Kapazitätsgrenze
  • Wächst es langsamer → Sie zahlen für ungenutzte Kapazität

Sie sind an eine Prognose gebunden, die Jahre zuvor getroffen wurde.

Ein modulares System wie AutoStore funktioniert anders: Sie starten mit der benötigten Kapazität und erweitern bei Bedarf durch zusätzliche Roboter, Behälter und Ports. Das Grid ist dafür ausgelegt. Es ist keine Überdimensionierung zu Beginn nötig, um spätere kostspielige Umbauten zu vermeiden. Das verändert das Risikoprofil der Investition grundlegend.

Die Software von Element Logic kann verschiedene Szenarien simulieren – basierend auf realen Betriebsdaten statt auf Annahmen.

✍️ Vor der Entscheidung: Fragen Sie, was eine Erweiterung um 20 oder 50 Prozent kostet und wie lange sie dauert. Wenn dafür ein größerer Umbau notwendig ist, ist die Modularität geringer als dargestellt.

Aus der CFO Perspektive: 

Skalierbarkeit war ein entscheidender Faktor bei unserer Entscheidung. Als wir in die Lagerautomatisierung von Element Logic investierten, hatten wir ehrgeizige Wachstumspläne, aber auch ein hohes Maß an Unsicherheit. Aus Sicht des Finanzvorstands war es entscheidend, nicht von vornherein zu viel Kapital zu binden, sondern uns Flexibilität zu bewahren.

Ronny Höhn, CFO bei Bergfreunde

Verfügbarkeit gehört in den Vertrag

Der Unterschied zwischen 97 % und 99 % Verfügbarkeit wirkt gering – ist es aber nicht. In Peak-Phasen kann das tausende verzögerte Aufträge bedeuten.

✍️ Vor der Entscheidung: Stellen Sie sicher, dass die Verfügbarkeit vertraglich klar geregelt ist – inklusive Konsequenzen bei Nichterfüllung.

Wussten Sie?

AutoStore-Systeme von Element Logic erreichen eine dokumentierte Verfügbarkeit von 99,7 % über mehr als 500 Installationen weltweit.

Pickgenauigkeit hat direkte Kostenfolgen

Jeder Fehlpick verursacht Retouren, Ersatzlieferungen und zusätzlichen Kundenservice.

Bei hohem Volumen summieren sich selbst geringe Fehlerquoten schnell. Automatisierte Systeme reduzieren typische Fehlerquellen – etwa falscher Entnahmeort oder  falsche Entnahmemenge.

Die finanzielle Bewertung ist einfach: Aktuelle Fehlerquote × Kosten pro Fehler vs. Zielgenauigkeit des neuen Systems.

✍️ Vor der Entscheidung: Lassen Sie sich die erwartete Pickgenauigkeit quantifizieren und mit Ihrer aktuellen Leistung vergleichen.

Durchsatz muss auch in Peaks wirtschaftlich sein

Durchschnittswerte sind leicht zu erreichen. Entscheidend ist die Leistung in Peak-Phasen.

In manuellen Lagern bedeuten Peaks meist: mehr Personal, Überstunden, längere Lieferzeiten und hohe Kosten bei sinkender Qualität. Ein automatisiertes System sollte dieses Problem lösen, ohne ein neues zu schaffen.

Es muss im Tagesgeschäft effizient sein und gleichzeitig genug Flexibilität bieten, um Spitzen abzudecken. Die Investition muss sich über das gesamte Jahr rechnen und nicht nur in wenigen Wochen.

Die Software von Element Logic kann sowohl Normal- als auch Peak-Szenarien simulieren und das auf Basis Ihrer realen Daten.

✍️ Vor der Entscheidung: Lassen Sie sich zeigen, wie das System unter Peak-Bedingungen performt und wie stabil der Business Case über das Jahr bleibt.

Die permanente Kostensenkung

In privat geführten Unternehmen wirkt sich eine dauerhafte Kostensenkung direkt auf die Unternehmensbewertung aus. Wenn ein Unternehmen mit dem Fünffachen des Gewinns bewertet wird und jährlich 500.000 eingespart werden, steigt der Unternehmenswert um 2,5 Millionen. In vielen Fällen übersteigt dieser Wert die Investitionskosten des Systems.

Diese Rechnung lohnt sich vor der Betrachtung der Amortisationsdauer, da sie die Entscheidung neu einordnet. Der Multiplikator hängt von Branche und Bewertung ab – das Prinzip bleibt gleich: Dauerhafte Einsparungen sind mehr wert als einmalige Investitionen.

✍️ Vor der Entscheidung: Berechnen Sie den Effekt mit Ihren eigenen Zahlen – Einsparung × Bewertungsmultiplikator – und vergleichen Sie das Ergebnis mit der Gesamtinvestition.

Aus der CFO Perspektive:

Nach der Automatisierung mit Element Logic stechen aus finanzieller Sicht drei Bereiche besonders hervor. Erstens: ein effizienzorientierter ROI. Die Automatisierung hat unsere Arbeitsproduktivität gesteigert, insbesondere im Versand, was zu einem höheren Durchsatz pro Mitarbeiter und einer strukturell verbesserten Kostenbasis geführt hat.

Ronny Höhn, CFO bei Bergfreunde 

„Zweitens: Raumeffizienz und Kapitaldisziplin. Die hohe Lagerdichte von AutoStore reduziert den Bedarf an zusätzlicher Lagerfläche und ermöglicht es uns, kapitalintensive Erweiterungen unserer physischen Präsenz aufzuschieben oder zu vermeiden. Drittens: skalierbare Renditen.“

Gesamtbetriebskosten

Das vollständige Investitionsbild

Im vorherigen Abschnitt ging es um die Variablen, die die Rendite einer Investition in Lagerautomatisierung bestimmen. Dieser Abschnitt betrachtet die Kostenseite vollständig.

Hardware, Software und Services bilden den Kern der Investition – aber sie machen nicht die gesamten Kosten aus. Das vollständige Bild umfasst folgende Elemente:

Gebäude und Infrastruktur

Der Zustand des bestehenden Lagers hat direkten Einfluss auf die Gesamtkosten. In manchen Fällen ist das Gebäude bereits gut geeignet. In anderen sind Anpassungen erforderlich, etwa bei Bodenbeschaffenheit, Brandschutz, Energieversorgung oder Klimatisierung.

Das sind keine außergewöhnlichen Zusatzkosten, sondern Teil einer sauberen Planung. Entscheidend ist, diese frühzeitig zu identifizieren, korrekt zu bewerten und von Anfang an in den Business Case zu integrieren.

✍️ Vor der Entscheidung: Stellen Sie sicher, dass klar ausgewiesen ist, welche baulichen Maßnahmen erforderlich sind, wer dafür verantwortlich ist und ob sie im Gesamtprojekt enthalten sind.

Integration und IT-Architektur

Ihr WMS, ERP und Order-Management-System müssen mit der neuen Automatisierungsebene kommunizieren. Ein Teil dieser Arbeit liegt intern und bindet Ressourcen Ihrer IT.

✍️ Vor der Entscheidung: Klären Sie eindeutig, wer die Verantwortung für die Integration trägt – und was passiert, wenn Zeit- oder Budgetrahmen überschritten werden.

Prozessdesign und Schulung

Mit der Automatisierung verändern sich Abläufe im Lager. Rollen verschieben sich, Prozesse werden neu strukturiert und Mitarbeitende müssen eingearbeitet werden. Das führt zu Kosten – sowohl durch Schulungsaufwand als auch durch temporär sinkende Produktivität.

✍️ Vor der Entscheidung: Planen Sie diese Effekte explizit ein und stimmen Sie mit dem Anbieter ab, welche Unterstützung während der Übergangsphase erfolgt.

Betrieb und Instandhaltung

Serviceverträge, Ersatzteile, Energiekosten und internes technisches Personal sind laufende Kosten über die gesamte Lebensdauer des Systems.

✍️ Vor der Entscheidung: Fordern Sie eine Kostenprojektion über mindestens zehn Jahre an – inklusive Service, Ersatzteile und Personal. Ein Anbieter mit hoher Systemstabilität sollte hier planbare und konsistente Kosten darstellen können.

Übergangsphase und temporäre Einschränkungen

Je nach Projekt kann es notwendig sein, parallel zu arbeiten, externe Kapazitäten zu nutzen oder temporär geringeren Durchsatz zu akzeptieren. Diese Phase hat einen klaren finanziellen Impact – und sollte bewusst eingeplant werden.

✍️ Vor der Entscheidung: Achten Sie darauf, dass der Übergangsplan klar definiert ist und die wirtschaftlichen Auswirkungen transparent berücksichtigt werden.

Das vollständige Kostenbild entwickeln

Element Logic hat in mehr als 600 Projekten weltweit den vollständigen Investitionsumfang berechnet und kann Sie dabei unterstützen, auch interne Kosten realistisch zu erfassen.

Sie müssen das Gesamtbild nicht allein entwickeln. Wir haben diesen Prozess hunderte Male begleitet und helfen Ihnen, einen Business Case aufzubauen, den Sie mit Überzeugung vertreten können.

Jeremy Clouston-Jones, VP Sales Group bei Element Logic

Manuell, Shuttle oder Cube-basiert – wo entstehen die Kosten?

Mit dem vollständigen Kostenbild stellt sich die nächste Frage: Welche Lösung ist wirtschaftlich die sinnvollste? Jede Variante hat ein eigenes Kostenprofil – und die Unterschiede zeigen sich vor allem über die Zeit.

Die KPIs, auf die es wirklich ankommt

Sobald ein System live ist, verschiebt sich der Fokus vom Business Case hin zu den operativen Kennzahlen. Diese KPIs verbinden das Geschehen im Lager mit den finanziellen Ergebnissen.

Kosten pro Auftragsposition: Gesamten Fulfillment-Kosten geteilt durch versendete Positionen. Die zentrale Kennzahl für die tatsächliche Wirtschaftlichkeit.

Auftragspositionen pro Arbeitsstunde: Zeigt die Produktivität der Lagerarbeit. Sollte mit steigender Automatisierung deutlich wachsen.

Verfügbarkeit (Uptime): Anteil der geplanten Betriebszeit, in der das System tatsächlich läuft.

Durchsatz im Vergleich zur Planung: Ist-Output im Verhältnis zur geplanten Kapazität. Zeigt, ob das System wie vorgesehen performt.

Fehlerquote: Fehlpicks und fehlerhafte Sendungen im Verhältnis zum Gesamtvolumen. Direkter Einfluss auf Kosten und Kundenzufriedenheit.

Flächenproduktivität: Aufträge oder Lagerplätze pro Quadratmeter. Relevant, wenn Flächenersparnis Teil des Business Case ist.

Wartungskosten im Verhältnis zur Investition: Transparenz über die Entwicklung der laufenden Kosten und frühzeitiger Indikator für Alterung des Systems.

Nach Vertragsabschluss übergeben viele CFOs die Verantwortung an den operativen Bereich. Das ist nachvollziehbar – schafft aber eine Lücke. Die erwarteten Effekte müssen aktiv nachgehalten werden.

Wer zumindest punktuell involviert bleibt, erkennt frühzeitig Abweichungen – und Chancen zur weiteren Optimierung.

Finanzierungsmodelle

Die Finanzierungsentscheidung

Sobald klar ist, was das System kostet, welche Einsparungen es bringt und wann es sich amortisiert, bleibt eine zentrale Frage: Wie möchten Sie die Investition strukturieren?

Element Logic bietet drei Finanzierungsmodelle, die sich unterschiedlich auf Cashflow, Bilanz und Gesamtkosten auswirken.

Direkter Kauf (CapEx)

Sie zahlen die Investition vorab, besitzen das System ab dem ersten Tag und schreiben es über die Nutzungsdauer ab. Das Asset erscheint in Ihrer Bilanz und beeinflusst Ihre ausgewiesene Profitabilität. Langfristig ist dies in der Regel die kostengünstigste Variante.

Der Nachteil: Ein hoher Kapitalabfluss zu Beginn. Wartung und Ersatzteile liegen in Ihrer Verantwortung, werden aber durch Serviceverträge teilweise abgedeckt.

Diese Option eignet sich besonders für Unternehmen mit stabiler Bilanz und langfristigem Planungshorizont.

Leasing

Leasing stellt einen Mittelweg dar. Sie vermeiden die hohe Anfangsinvestition und erwerben das System dennoch am Ende der Laufzeit. Die Zahlung erfolgt in festen monatlichen Raten – typischerweise über fünf bis sieben Jahre.

Es gibt zwei Varianten:

  • Finanzierungsleasing: Höhere Raten, dafür kaum Restwert am Ende
  • Operating Leasing: Niedrigere Raten, dafür Restwertzahlung am Ende

Ein wichtiger Vorteil:
Leasing wird in der Regel über das Equipment besichert und belastet bestehende Kreditlinien nicht. Je nach Klassifizierung kann es gemäß IFRS 16 dennoch als Verbindlichkeit bilanziert werden.

Automation as a Service (AaaS)

Bei AaaS abonnieren Sie ein vollständig betriebenes System, anstatt es zu kaufen. Element Logic übernimmt Besitz und Betrieb. Sie zahlen eine fixe monatliche Gebühr, die Hardware, Software, Monitoring, Wartung und Ersatzteile umfasst. Die Kosten sind von Beginn an planbar.

Zusätzlich garantiert Element Logic Verfügbarkeit und Durchsatz. Liegt die Performance unter den vereinbarten Werten, trägt der Anbieter die Verantwortung. Vertragslaufzeiten liegen typischerweise bei fünf Jahren. Danach können Sie verlängern oder aussteigen. Die Rückabwicklung übernimmt Element Logic.

AaaS ist über die Laufzeit teurer als ein Direktkauf – bietet dafür Planungssicherheit, Risikotransfer und schont die Liquidität.

Welches Modell passt?

Die folgende Übersicht dient der Orientierung und ist nicht als Empfehlung zu verstehen.
Welche Option die richtige ist, hängt von Ihrer Kapitalstruktur, Ihrem Planungshorizont und Ihrer Risikostrategie ab.

Element Logic kann alle drei Modelle anhand Ihrer konkreten Zahlen durchrechnen und transparent gegenüberstellen.

Risiko und Kontrolle

Risiken verstehen und steuern

Als die Person, die diese Investition freigibt, ist es Ihre Aufgabe sicherzustellen, dass die Risiken vor der Entscheidung verstanden sind. Die folgenden Punkte sind die zentralen Risikofelder.

Der Business Case

Jeder Business Case basiert auf Annahmen zu Personalkosten, Volumen und Wachstum. Wenn diese Annahmen nicht eintreten, verlängert sich die Amortisationszeit.

Empfehlung: Arbeiten Sie mit konservativen Annahmen, führen Sie Sensitivitätsanalysen durch und testen Sie den Business Case systematisch, bevor Sie entscheiden.

Element Logic hat diesen Prozess in mehr als 600 Projekten begleitet und kann dabei unterstützen, einen belastbaren Business Case aufzubauen.

Aus der CFO Perspektive:

Wir haben besonders auf das Umsetzungsrisiko und den Schutz vor negativen Entwicklungen geachtet. Das Umsetzungsrisiko bezog sich auf die Integration von WMS, Materialfluss und ERP sowie die reibungslose Einbindung des Systems in den Betriebsablauf. Zur Absicherung haben in die Einführungsphase mit KPI-Transparenz und einem iterativen Modell aus Testen, Lernen und Anpassen durchgeführt, sodass Abweichungen frühzeitig erkannt und schnell korrigiert werden konnten.

Ronny Höhn, CFO bei Bergfreunde 

Vendor Lock-in

Bei Automatisierung mit einem Anbieter wird ein Wechsel aufwendig. Das Risiko ist jedoch besser steuerbar, als es zunächst scheint. Die AutoStore-Grid-Struktur ist eine offene Hardwareplattform. Sie entscheiden sich für Element Logic aufgrund von Software, Planung und Services – nicht für proprietäre Hardware, die nur ein Anbieter bedienen kann.

Zusätzliche Absicherungsmöglichkeiten:

  • Hardware-, Software- und Serviceverträge getrennt gestalten
  • Sicherstellen, dass operative Daten portierbar bleiben
  • Verlängerungskonditionen und Preisgrenzen frühzeitig definieren

Der wichtigste Faktor bleibt jedoch die Partnerwahl:
Ein Anbieter muss die finanzielle Stabilität, Erfahrung und Größe haben, um über 15–20 Jahre ein verlässlicher Partner zu bleiben. 

Implementierungsrisiko

Integration, Übergang und Go-live bergen reale finanzielle Risiken.

Empfehlung: Fordern Sie einen klaren Implementierungsplan mit Meilensteinen und Abnahmekriterien – und klären Sie, wer bei Verzögerungen die Kosten trägt.

Eine Möglichkeit zur Risikoreduktion ist ein schrittweiser Go-live, bei dem zunächst nur Teile des Betriebs umgestellt werden.

Performance und technologische Alterung

Wenn das System die zugesagte Verfügbarkeit oder Leistung nicht erreicht, verliert der Business Case schleichend an Substanz. Langfristig stellt sich zudem die Frage, ob die Technologie mit dem Unternehmen mitwachsen kann, ohne dass eine vollständige Erneuerung notwendig wird.

Absicherungsmöglichkeiten:

  • Subskriptionsmodelle wie AaaS (inkl. Performance-Garantien und Updates)
  • Alternativ: klare SLAs mit definierten Leistungskennzahlen und Konsequenzen

Organisatorischer Wandel

Automatisierung verändert Prozesse und Rollen im Unternehmen. Das kann zu Widerständen, Fluktuation erfahrener Mitarbeitender und temporären Produktivitätseinbußen führen.

Wichtig: Das Management der Veränderung ist genauso entscheidend wie die technische Umsetzung. Fragen Sie den Anbieter konkret nach Change-Management-Unterstützung.

Volumenrückgang

Die meisten Business Cases gehen von Wachstum aus. Sinkt das Volumen jedoch dauerhaft – etwa durch Marktveränderungen oder Kundenverlust – ist ein automatisiertes System weniger flexibel als ein manuelles.

Bei CapEx oder Leasing laufen Abschreibungen bzw. Zahlungen unabhängig vom tatsächlichen Volumen weiter.

Empfehlung: Analysieren Sie bewusst auch ein Downside-Szenario und verstehen Sie Ihre minimale Kostenbasis.

Häufig gestellte Fragen

Die Lagerautomatisierung wirft viele Fragen auf. Dies sind die Fragen, die in fast jedem Gespräch mit einem Finanzvorstand aufkommen.

Der nächste Schritt

Jedes Unternehmen hat mehr Investitionsmöglichkeiten als verfügbares Kapital. Lagerautomatisierung muss sich gegen IT-Projekte, Akquisitionen oder Filialinvestitionen behaupten.

Was die Entscheidung erleichtert: Die Effizienzgewinne sind dauerhaft und skalieren mit dem Volumen.

Ein heute installiertes System verarbeitet morgen mehr Aufträge – ohne zusätzliche Kosten. Was Sie kaufen, ist keine Einsparung. Es ist Kapazität.

  • Kapazität zu wachsen, ohne proportional mehr Personal aufzubauen
  • Kapazität, Peaks zu bewältigen, ohne kurzfristige Lösungen
  • Kapazität, neue Kunden zu gewinnen
  • Kapazität, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern

Niedrigere Betriebskosten, höhere Wettbewerbsfähigkeit und steigender Unternehmenswert – diese Kombination ist selten in einer einzelnen Investition.

Der nächste Schritt ist ein Business Case auf Basis Ihrer eigenen Zahlen, nicht generischer Benchmarks. Element Logic hat solche Modelle in zahlreichen Branchen und Finanzierungsstrukturen entwickelt und kennt die kritischen Annahmen. Wenn Sie sehen möchten, wie die Zahlen für Ihr Unternehmen aussehen, treten Sie mit uns in Kontakt.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Element Logic die Leistung Ihres Lagers optimieren kann?